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20. März 2013

Tier-Time e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Mitgefühl und Respekt für alle Lebensformen und die Natur zu stärken.

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Demonstration gegen Massentierhaltung

Tier-Time demonstriert in Wennigsen, zusammen mit vielen anderen, am 6. Juni gegen den Bau von Großmastställen

 


In Deutschland werden zurzeit immer größere Tierhaltungen gebaut oder bestehende erweitert. Agrarfabriken mit 90.000 Schweinen, 800.000 Legehennen und 500.000 Masthühnern warten auf ihre Genehmigung oder sind bereits in Betrieb. Es wird intensiv in die Massentierhaltung investiert und Bauern werden abhängig gemacht. So bekommen sie z.B. die Kücken aus Brütereien und das Futter (meist nicht gekennzeichnetes, importiertes Gensoja) aus Südamerika.

In der Hühnermast fallen pro 40.000er Stall 4 kg Feinstaub pro Jahr an, der ungefiltert in die Umgebung entweicht. In Intensivtierhaltungsregionen wie Cloppenburg, Vechta und Emsland wurden erhöhte Raten von Atemwegserkrankungen bei Kindern statistisch nachgewiesen. Solche erheblichen Stäube und Keime sind auch für die Mitarbeiter, die in den oft hermetisch abgeschlossenen Mastställen arbeiten, als Gefahrenstoffe anerkannt.

Derzeit drängen drei große Konzerne auf den Markt, Wiesenhof, Rothkötter und Stolle. Sie versuchen, die Landwirte in die "Lohnmästerei" hineinzudrücken. Nach offiziellen Zahlen der Landwirtschaftskammer verbuchen 1/3 der Landwirte in der Hähnchenmast jetzt schon rote Zahlen. Massive Überkapazitäten werden befürchtet, denn die Nachfrage an Hähnchenfleisch in Deutschland ist nicht gestiegen, sondern stagniert. Der gesamte Fleischkonsum pro Kopf ging in den letzten 5 Jahren um 2 Kilo zurück.

Dieser Trend in Richtung Industrialisierung ist bei einem Großteil der Bevölkerung unerwünscht. Eine ganze Reihe von Orten in Niedersachsen (z.B. Bad Münder) hat sich bereits weitgehend erfolgreich gegen Schweine- und Hühnermastställe gewehrt. Holzminden hat sich erfolgreich gegen eine geplante Ziegenfabrik im Landschaftsschutzgebiet eingesetzt.

In Regionen wie dem Emsland, in denen eine solche Massentierhaltung bereits besteht, wehren sich immer mehr Gemeinden indem sie z.B. versuchen, über Bebauungspläne (sehr kostenintensiv) den Bau dieser riesigen Mastanlagen zu verhindern oder zumindest zu erschweren, womit sie sich gegen die Landesregierung stellen, die versucht, solche Vorhaben über zweifelhafte Erlasse dennoch durchzusetzen.
Seit 26.07.2002 ist in Deutschland der Tierschutz (für Wirbeltiere) als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Seitdem hat sich die Situation der Tiere, vor allem der sog. "Nutztiere", nicht verbessert. Die Haltungsbedingungen in der Hähnchenmast haben sich wieder verschlechtert. 20 qcm stehen einem Huhn in einer Masthaltung mit 40.000 Hühnern gesetzlich zu. Das war einmal mehr und wurde vom Bundesrat auf Drängen des Landes Niedersachsen wieder reduziert.

Die durch Ministerpräsident Wulff nominierte Agrarministerin, Frau Grotelüschen, kommt aus der Branche. Ihrem Mann gehört der zweitgrößte „Mastputen-Brüterei und Mastputen-Zerlegungs“ Betrieb Deutschlands (Brüterei Ahlhorn). Sie arbeitete dort als Prokuristin mit. Damit sitzt die Massentierhaltungs-Lobby nun direkt im Ministerium.

Grotelüschen: „Jedes Tier, das verenden würde, stellt einen wirtschaftlichen Verlust dar. Das kann nicht in unserem Interesse sein.“ ... „Mit dem Geflügelschlachthof (in Wietze) werden Arbeitsplätze entstehen, die auch dazu führen, dass Handwerksbetriebe Arbeit bekommen und davon profitieren werden.“
Quelle: Agrarministerin verteidigt sich gegen Kritik
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